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Alt 10.04.2009, 10:30   #1
Ruby
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Ruby befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
Standard Ausbildung in Kleinbetrieben

Hallo,

ich bin neu hier und möchte mich mit einer Frage an euch wenden:

Vor ein paar Tagen habe ich die Zusage für einen Ausbildungsplatz als FISI bekommen!! *freu*
Die Firma ist in einer Kleinstadt und hat knapp 30 Mitarbeiter (Bürokommunikation und IT-Systemhaus) und hat sich auf die Betreuung von mittelständischen Kunden spezialisiert.

Ich freue mich auf die Ausbildung. In den beiden Vorstellungsgesprächen waren Chefs und Kollegen sehr sympathisch und ich hatte auch den Eindruck, dass ich von Anfang an soweit wie möglich in alle Projekte miteingebunden werde und dort richtig was lernen kann!

Jetzt habe ich von verschiedener Seite gehört, dass die Ausbildung in so Kleinbetrieben von Haus aus schlechter ist als in Großunternehmen, weil man dort nur den beschränkten "Mittelstandshorizont" mitbekommt.
Zitat eines Bekannten: "In so einem Betrieb kannst du 3 Jahre lang Kabel ziehen und Vista konfigurieren."


Ich hatte auch eine Einladung zum Auswahltest von Siemens, den ich aber abgesagt habe, weil mir kurz vorher die Zusage dieses Betriebes ins Haus geflattert ist.

Ist es wirklich so, dass man in kleineren Betrieben weniger lernt und damit später auch die Chancen, richtig interessante und vielseite Sachen in anderen Unternehmen zu machen, geringer sind?
Ich mein, mir ist jetzt mal 'ne fundierte Ausbildung wichtig, auf die ich später aufbauen kann.
Oder bin ich nach einer Ausbildung in einem Kleinbetrieb für andere (größere) Unternehmen grundsätzlich uninteressant??

Danke für eure Antwort!

Ruby
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Alt 13.04.2009, 11:54   #2
Thomas
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Beiträge: 4.956
Thomas befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Hi!

Wir sind auch ein kleiner Betrieb und ich habe diese Community gegründet - glaubst Du, ich mache bei uns eine schlechtere Ausbildung als die bei T-Systems?
__________________
Thomas Esders

Die Seite für Fachinformatiker-Ausbilder:
http://www.fi-ausbilden.de

Ich: http://www.fi-ausbilden.de/forum/sho...73&postcount=2
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Alt 13.04.2009, 15:37   #3
TschiTschi
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TschiTschi befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Zitat:
Zitat von Ruby Beitrag anzeigen
ich hatte auch den Eindruck, dass ich von Anfang an soweit wie möglich in alle Projekte miteingebunden werde und dort richtig was lernen kann!
Das "Eingebunden-Sein" in Projekte heißt nicht unbedingt, dass Du etwas bzw. alles, was im Rahmlehrplan eines FISI drin steht auch lernst!

Zitat:
Zitat von Ruby Beitrag anzeigen
Jetzt habe ich von verschiedener Seite gehört, dass die Ausbildung in so Kleinbetrieben von Haus aus schlechter ist als in Großunternehmen, weil man dort nur den beschränkten "Mittelstandshorizont" mitbekommt.
Zitat eines Bekannten: "In so einem Betrieb kannst du 3 Jahre lang Kabel ziehen und Vista konfigurieren."
Diese Gefahr ist in kleineren Betrieben in der Tat deutlich höher. Wenn es auch nicht überall so laufen muss!

Zitat:
Zitat von Ruby Beitrag anzeigen
Ich hatte auch eine Einladung zum Auswahltest von Siemens, den ich aber abgesagt habe, weil mir kurz vorher die Zusage dieses Betriebes ins Haus geflattert ist.
Tja, das ist - wenn ich es so offen sagen darf - ein fehler gewesen.

Zitat:
Zitat von Ruby Beitrag anzeigen
Ist es wirklich so, dass man in kleineren Betrieben weniger lernt und damit später auch die Chancen, richtig interessante und vielseite Sachen in anderen Unternehmen zu machen, geringer sind?
Ich mein, mir ist jetzt mal 'ne fundierte Ausbildung wichtig, auf die ich später aufbauen kann.
Wie oben schon gesagt, ist die Gefahr in der Tat größer. Großbetriebe haben/ bieten im allgemeinen mehr Möglichkeiten!

Zitat:
Zitat von Ruby Beitrag anzeigen
Oder bin ich nach einer Ausbildung in einem Kleinbetrieb für andere (größere) Unternehmen grundsätzlich uninteressant??
Großbetriebe bilden meisten bedarfsgerecht bzw. auch über Bedarf aus. Schon deswegen wirst Du weniger Chancen haben. Und oft hast Du halt auch nur ein sehr eingeschränktes Weltbild!

Aber warum fragst Du (erst) jetzt, wo so wie so alles zu spät. Jetzt musst Du halt hoffen, dass Du Dir einen guten mittelständischen Betrieb ausgesucht hast!

Viel Erfolg und viel Spaß
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Alt 13.04.2009, 16:38   #4
Ruby
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Zitat:
Aber warum fragst Du (erst) jetzt, wo so wie so alles zu spät. Jetzt musst Du halt hoffen, dass Du Dir einen guten mittelständischen Betrieb ausgesucht hast!
Na ja, hab' mir wohl erhofft, hier das gewünschte zu hören. So ist der Mensch nunmal.

Außerdem:
Ich komme aus dem ländlichen Bereich und Ausbildungplätze als FISI sind hier extrem dünn gesät.
Die Zusage dieses Betriebes (hat fast 500 Bewerbungen auf einen einzigen Ausbildungsplatz bekommen! ) ist so gesehen eine große Chance für mich, meinen Traumberuf zu erlernen.

Für eine Ausbildung bei Siemens hätte ich in die nächste Großstadt ziehen müssen, was schon von den Kosten her ein gewisses Problem gewesen wäre. (Vom Lehrlingsgehalt kann ich schlecht eine Wohnung finanzieren und meine Eltern können mir nicht viel dazugeben)


Ob ich bei Siemens überhaupt den Test und das Assessment überlebt hätte, steht eh in den Sternen. Ich habe meine Mittlere Reife am M-Zweig der Hauptschule gemacht und müßte dort mit Abiturienten und Informatik-Studiums-Abbrechern im Test konkurrieren.
Wenn ich von Siemens dann schlussendlich eine Absage bekomme, wäre ich erstmal ganz ohne Ausbildungsplatz dagestanden. Die von Siemens entscheiden sich nämlich leider erst sehr spät und meinen Betrieb hätte ich solange nicht hinhalten können.

So gesehen ist mir der Spatz in der Hand lieber als die Taube auf dem Dach.

@Thomas: Danke für deine Meldung! Das macht Mut!

Ich hoffe jetzt einfach mal, dass man auch nach der Ausbildung in einem Kleinbetrieb als wissbegieriger und lernbereiter Berufsanfänger in anderen Unternehmen noch die Chance bekommt, sich neue Bereiche zu erschließen.

Danke für eure ehrlichen Antworten!

Ruby
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Alt 13.04.2009, 19:38   #5
iche
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um es kurz zu sagen:
die ausbildung in einem großbetrieb muss nicht zwangsläufig besser sein als in einem kleinen oder mittelständischen-punkt, aus- auch wenn manche hier anderes behaupten. die qualität der ausbildung steht und fällt mit dem engagement des auszubildenden und des ausbildungsbetriebes bzw dem ~verantwortlichen-wer was anderes behauptet lügt.
ich kenne zb ex-telekomiker, die haben gar nix drauf, weil die auch immer nur mal ne dose gesetzt oder einen stift gepatcht haben...
gerade bei siemens werden nur ein bruchteil der azubis übernommen und wie es überhaupt mit dieser bude weitergeht weis auch keiner. kleine betriebe sind viel flexibler und du hast die chance, auf wesentlich mehr praxisbezug und du hast es frühzeitig mit eigenverantwortlicher arbeit zu tun, weil da nicht so viel zeit verspielt wird.
ich glaube nicht, dass du einen fehler gemacht hast- und so klein ist der betrieb ja auch nicht.
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Gewalt ist keine Lösung, wenn man nur drüber redet!(Stoppok)

Jena ist bunt, nicht braun!

iche: http://www.fi-ausbilden.de/phpBB2/vi...hp?p=4326#4326
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Alt 13.04.2009, 20:06   #6
Ruby
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Danke iche - ich freue mich jedenfalls auf die Ausbildung!!!


Ruby
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Alt 14.04.2009, 02:45   #7
TschiTschi
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Zitat:
Zitat von Ruby Beitrag anzeigen
auf einen einzigen Ausbildungsplatz
Schon das ist ein Nachteil ggü. einem Großbetrieb, dass Du auf Dich alleine gestellt bist. Von einer JAV (Jugend- und Auszubildenden Vertretung) ganz zu schweigen.


Zitat:
Zitat von Ruby Beitrag anzeigen
Für eine Ausbildung bei Siemens hätte ich in die nächste Großstadt ziehen müssen, was schon von den Kosten her ein gewisses Problem gewesen wäre. (Vom Lehrlingsgehalt kann ich schlecht eine Wohnung finanzieren und meine Eltern können mir nicht viel dazugeben)
Hier bieten große Unternehmen häufig kostengünstige Azubi-Wohnheime und/ oder Wohnzuschüsse an!

Zitat:
Zitat von Ruby Beitrag anzeigen
Ob ich bei Siemens überhaupt den Test und das Assessment überlebt hätte, steht eh in den Sternen. Ich habe meine Mittlere Reife am M-Zweig der Hauptschule gemacht und müßte dort mit Abiturienten und Informatik-Studiums-Abbrechern im Test konkurrieren.
Das ist natürlich ein Argument. Wobei ein guter Azubi nicht unbedingt ein Studienabbrecher ist. Auf der anderen Seite: Wenn Dir die intellektuellen Fähigkeiten fehlen, dann kann Dir ein kleiner Betrieb auch nicht zu einem guten Abschluss verhelfen! Dann wäre es vielleicht besser eien anderen Beruf zu ergreifen! (Wobei ich das jetzt aber nicht auf Dich beziehen möchte - sondern als allgemeinen Hinweis verstanden haben möchte!)

Zitat:
Zitat von Ruby Beitrag anzeigen
Ich hoffe jetzt einfach mal, dass man auch nach der Ausbildung in einem Kleinbetrieb als wissbegieriger und lernbereiter Berufsanfänger in anderen Unternehmen noch die Chance bekommt, sich neue Bereiche zu erschließen.
Ich hoffe, dass Dich Dein Betrieb übernimmt! ;-)

Kannst ja 'mal berichten, wie's Dir so (er-)geht!

Gerhard
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Alt 14.04.2009, 08:16   #8
Ruby
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OK, ich habe mich vielleicht falsch ausgedrückt:
Mein Azubi-Platz war der einzige, der in diesem Jahr vom Betrieb speziell für FISI ausgeschrieben war.
Mit mir fängt aber noch ein FIAE die Ausbildung an, außerdem gibt es noch mehrere Azubis in der Firma, die schon im 2. oder 3. Lehrjahr sind, davon 2 FI (AE und SI)sowie IT-Systemelektroniker bzw. -kaufleute.
So ganz einsam werde ich also nicht sein.
In der IT-Abteilung arbeiten incl. Azubis im Moment 14 Leute.

Es werden hauptsächlich mittelständische Firmen mit IT-Lösungen versorgt, also das komplette Paket von der Konzeption der passenden EDV bis hin zur Vernetzung und der individuellen Programmierung der betriebswirtschaftlichen Software (NAV), Einschulung der Mitarbeiter, anschließende Betreuung usw.
Ich denke schon, dass das ein Markt mit Zukunft ist, in dem man sich auch weiterentwickeln kann.


Zitat:
Das ist natürlich ein Argument. Wobei ein guter Azubi nicht unbedingt ein Studienabbrecher ist. Auf der anderen Seite: Wenn Dir die intellektuellen Fähigkeiten fehlen, dann kann Dir ein kleiner Betrieb auch nicht zu einem guten Abschluss verhelfen! Dann wäre es vielleicht besser eien anderen Beruf zu ergreifen! (Wobei ich das jetzt aber nicht auf Dich beziehen möchte - sondern als allgemeinen Hinweis verstanden haben möchte!)
Damit bedienst du ein Vorurteil.
Ein Abiturient ist nicht zwangsläufig "intelligenter" als ein Mittlere-Reife-Kandidat, er hatte nur mehr Möglichkeiten, bestimmte Sachen zu lernen. Immerhin konnte ich meinen zukünftigen Arbeitgeber von meinen Fähigkeiten und meiner Motivation überzeugen, obwohl er auch viele Bewerbungen von Abiturienten auf dem Tisch liegen hatte.
Dieser Siemens-Test soll ja sehr speziell sein und mit hoher Durchfallquote belegt. Dafür meine jetzige Chance hinzuschmeißen, war mir einfach zu riskant gewesen. Und ob der Siemens-Test wirklich die besten zukünftigen FISIs rausfiltert, darüber läßt sich bestimmt auch streiten.

Zitat:
Ich hoffe, dass Dich Dein Betrieb übernimmt! ;-)
D.h. deiner Meinung nach habe ich mich in eine berufliche Sackgasse begeben, aus der ich nie wieder rauskommen werde?
Kann ich irgendwie nicht wirklich dran glauben....
Warum gibt es in der IT-Branche so viele Quereinsteiger und Self-Made-(Wo)men, wenn doch nur die Leute, die in einem Großunternehmen eine fachliche IT-Ausbildung genossen haben, Chancen auf Aus- und Weiterkommen haben?

Wo ich allerdings Bedenken habe: die Berufsschule. Die soll ja in der Regel nicht gerade auf der Höhe der Entwicklung sein....

Na ja, mal schauen. Trotzdem danke für alle Meldungen.

Ruby
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Alt 14.04.2009, 11:24   #9
mücke
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Ich kann mich iches Meinung nur anschließen! So klein ist dein Betrieb ja nun nicht und es kommt auf die Qualität der Ausbildung an und die Rahmenbedingungen und nicht die Anzahl der Mitarbeiter oder Mitazubis oder Abteilungen, die man durchlaufen kann.
Es scheint immer erstrebenswert, in einem Großbetrieb zu arbeiten, aus den von TschiTschi genannten Gründen sicher auch nicht ganz zu unrecht - aber die Zeiten wandeln sich gewaltig: wer weiß, was morgen mit diesen Betrieben ist, wer weiß, ob du da tatsächlich besser vertreten wirst oder auch bespitzelt, wer weiß, welche Bereiche "outgesourct" werden usw.
Wenn du ein gutes Gefühl bei deiner Wahl hast, ist das ein guter Einstieg ins Berufsleben.
Das einzige, was ich dir geraten hätte: du hättest den Test von Siemens einfach mal mitmachen sollen, um zu sehen, wie es geht, was auf dich zukommt, wie du abschneidest - das hilft für zukünftige Tests dieser Art, die dir vielleicht noch später begegnen - aber egal - beim nächsten Mal!
Viel Glück in deiner Ausbildung.
mücke ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.04.2009, 11:31   #10
TschiTschi
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Zitat:
Zitat von Ruby Beitrag anzeigen
Damit bedienst du ein Vorurteil.
Ein Abiturient ist nicht zwangsläufig "intelligenter" als ein Mittlere-Reife-Kandidat
Das habe ich nicht gesagt. Im Gegenteil. Ich habe ja geschrieben, dass Studienabbrecher nicht unbedingt die besseren FISY sind.

Zitat:
Zitat von Ruby Beitrag anzeigen
, er hatte nur mehr Möglichkeiten, bestimmte Sachen zu lernen.
Naja, das ist so eine Standard-Ausrede all derer, die Realschüler mit entsprechendem Potenzial die Fachhochschulreife machen und ein Studium anschließen.

Zitat:
Zitat von Ruby Beitrag anzeigen
Immerhin konnte ich meinen zukünftigen Arbeitgeber von meinen Fähigkeiten und meiner Motivation überzeugen, obwohl er auch viele Bewerbungen von Abiturienten auf dem Tisch liegen hatte.
s.o.
Ich persönlich nehme auch lieber gute Realschüler, als Abiturienten, die sich gerade so durch die Oberstufe gequält haben. Und wie oben auch bereits gesagt, machen ca. 50% unserer FISYs dann auch weiter.

Zitat:
Zitat von Ruby Beitrag anzeigen
Dieser Siemens-Test soll ja sehr speziell sein und mit hoher Durchfallquote belegt. Dafür meine jetzige Chance hinzuschmeißen, war mir einfach zu riskant gewesen. Und ob der Siemens-Test wirklich die besten zukünftigen FISIs rausfiltert, darüber läßt sich bestimmt auch streiten.
Bei praktisch allen großen Unternehmen sind die Tests eine hohe Hürde, weil sie bei den Bewerbern Mängel aufdecken, die man anders nicht (so schnell) sehen würde.

Zitat:
Zitat von Ruby Beitrag anzeigen
D.h. deiner Meinung nach habe ich mich in eine berufliche Sackgasse begeben, aus der ich nie wieder rauskommen werde?
Das habe ich so nicht gesagt. Aber normalerweise strebt man ja an, in dem Betrieb, in dem man gelernt hat auch übernommen zu werden. Oder anders formuliert: Wenn es keine Übernahme gibt, wird es bestimmt schwerer.
Zumindest Großbtriebe bilden - wie oben bereits gesagt - meistens bedarfs- bzw. überbedarfsorientiert aus. Die werden daher selten Azubis aus einem kleineren Betrieb übernehmen. Umgekehrt ist es dagegen eher üblich.
Du kannst allerdings im Laufe Deines Berufslebens schon die Möglichkeit bekommen, in ein Großunternehmen zu wechseln.

Zitat:
Zitat von Ruby Beitrag anzeigen
Warum gibt es in der IT-Branche so viele Quereinsteiger und Self-Made-(Wo)men,
Dann schau Dir 'mal deren Jobs und Bezahlung an!

Zitat:
Zitat von Ruby Beitrag anzeigen
wenn doch nur die Leute, die in einem Großunternehmen eine fachliche IT-Ausbildung genossen haben, Chancen auf Aus- und Weiterkommen haben?
Ich hatte das zunächst nur auf die Ausbildung bezogen!
Wobei aber auch hier Großbetriebe mehr Möglichkeiten bieten. Allerdings gibt es natürlich Ausnahmen in beide Richtungen.

Zitat:
Zitat von Ruby Beitrag anzeigen
Wo ich allerdings Bedenken habe: die Berufsschule. Die soll ja in der Regel nicht gerade auf der Höhe der Entwicklung sein....
Das hängt natürlich stark von der BS ab. Aber es ist (leider) richtig, dass da viel von den Betrieben gerade gebogen werden muss. Und das geht natürlich in einem Großunternehmen mit einer zentralen Ausbildung auch wieder einfacher, als bei einem kleinen Betrieb.

Noch eine Frage: Wieviele Azubis habt ihr jetzt genau? Und lernen die auch was - oder werden die (nur) als (billige) Arbeitskräfte eingesetzt?

Achte bei Deiner (eigenen) Ausbildung darauf, dass Du alle die Dinge lernst, die im Rahmenplan für FISY stehen. Und wenn Du das Gefühl hast, dass das nicht der Fall ist, dann spreche rechtzeitig mit Deinem Ausbilder und wenn das nicht hilft auf jeden Fall mit der IHK. Ich erlebe das immer wieder, dass viele erst im Laufe der Prüfungsvorbereitung feststellen, was ihnen alles fehlt. Und dann ist es praktisch zu spät!

GG
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