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Alt 28.05.2009, 22:17   #11
TschiTschi
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Zitat:
Zitat von iche Beitrag anzeigen
ich bin der meinung, dass in der it der unterricht wichtiger ist als die arbeit. wenn man das entsprechende wissen erarbeitet hat, kommt man draußen zurecht. aber ohne das wissen ist man in der branche im blindflug- ähnlich wie klavierspielen ohne grundwissen über musik...
Wobei sich die Frage stellt, wo mehr Wissen vermittelt wird.
Unsere Azubis sagen, dass sie bei uns im Betrieb mehr lernen, als in der BS.
Oder anders formuliert: Diejenigen, die sich alleine auf die BS stützen müssen (weil im Betrieb nur gearbeitet wird), bei denen sieht es in den Prüfungen immer mau aus.

Und was Deine Spitze gegen mich angeht. Ich habe das hier schon mehrfach gesagt: Meine Einschätzung beruht nicht auf meiner Geringschätzung der Menschen, die eine Umschulung machen, sondern auf meine Erfahrungen im Prüfungsausschuss.

Deswegen wollte ich Angi1968 vor warnen, selbst aktiv zu werden.

BTW: Angi1968 - ich hoffe nicht, dass 1968 Dein Geburtsjahr ist?!?!?!?!

Gruß
GG
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Alt 28.05.2009, 23:37   #12
iche
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@tschi tschi
was ist schlimmes am jahrgang 1968? der ist seeeehr gut gelungen...

und was die "spitze" gegen dich angeht:
"hedi und bledi..."erinnerst du dich? jeder depp bekommt eine fi umschulung...und dann fallen die eben alle durch weil sie halt deppen sind, nicht wollen oder nicht können.
das war bisher immer dein tenor... und das schlägt überall bei dir durch. zumindest kommt diese message bei den mitlesern so an.

wann siehst du endlich mal ein, dass es nicht nur karrieren gibt, bei denen alles gerade und nach oben läuft? im gegenteil, dass ist relativ normal. nur wenige bleiben in dem beruf tätig, den sie ursprünglich mal erlernt haben. du bist der exot!
manchmal muss man sich eben umorientieren und in unserem land der zertifikate und scheine einen weiteren beruf erlernen, wenns sein muss auch mit 39b.was soll man denn sonst machen? die chance verstreichen lassen?
ich würde auch dasselbe noch mal machen... ich hab auch schon überlegt, ob ich noch mal die ba besuchen sollte...und ich bin auch nicht jünger. wenn du dich mit anfang 40 vlt. zu alt fürs lernen gefühlt haben solltest, projeziere das nicht auf andere...(will meinen:du willst mir hier nicht erzählen, dass du dich zu alt fühlst, und warum sollte angi es dann sein?)
und ich finde es kontraproduktiv, wie du immer im vorauseilenden schwarzsehen den leuten angst machst, die eh schon welche haben... versuch doch lieber denen mal mut zu machen... dass die leute dran bleiben müssen und sich nicht auf arbeitgeber oder bildungsträger verlassen dürfen ist klar, das sage ich denen ja auch. aber wir haben uns hier eigentlich zusammengefunden um denen, die die ausbildung noch vor sich haben zu helfen... nicht sie zu verängstigen.
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Alt 29.05.2009, 07:32   #13
Angela
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Zitat:
Zitat von iche Beitrag anzeigen
@tschi tschi
was ist schlimmes am jahrgang 1968? der ist seeeehr gut gelungen...
Du sagst es!

Zitat:
Zitat von iche Beitrag anzeigen
aber wir haben uns hier eigentlich zusammengefunden um denen, die die ausbildung noch vor sich haben zu helfen... nicht sie zu verängstigen.
Richtig!

TschiTschi, ich bin mir sicher, Du hast in Deinem Berufsleben viel Erfahrung aufgebaut und viel Wissen erworben. Auch ich bin Mitglied eines Prüfungsausschusses und kenne die Prüflinge, bei denen Du Dir denkst "Mein Gott, was haben die 2 bzw. 3 Jahre lang gemacht." Aber das sind in den wenigsten Fällen Umschüler oder Leute, die in kleinen Klitschen ausgebildet wurden.

Was mich jedoch, wie so einige andere hier, ein wenig nervt, ist der dezente (und manchmal sehr deutliche) Unterton der meisten der Postings:
- aus Umschülern wird eh nie was
- alle Unternehmen mit unter 1.000 Mitarbeitern nutzen ihre Azubis eh nur aus


Aber zurück zum Thema:
@Angi1968
In meinen Augen hast Du die richtige Einstellung zu der Sache und gehst realistisch an das Ganze ran.
Wenn Du engagiert dranbleibst ist die Ausbildung/Umschulung in 2 Jahren zu schaffen. Ich drück Dir jedenfalls die Daumen!
Angela ist offline  
Alt 29.05.2009, 18:31   #14
TschiTschi
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Leider ist es so, dass Creti und Pleti eine Umschulung genehmigt bekommen(oder gar machen müssen). Und da die Arbeitsagenturen nicht besonders einfallsreich sind und die IT-Branche als Wachstumsmarkt gilt, bekommen viele eine Umschulung zum Fachinformatiker verpasst, die vermutlich in einem anderen Beruf besser aufgehoben gewesen wären. Gleichzeitig wird den Leuten suggeriert, dass sie dort goldene Aussichten hätten.
Dass die Informatik aber eine Branche ist, in der das Durchschnittsalter 35 Jahre beträgt und, dass es deshalb dort schwierig ist, als über 40-jähriger Berufseinsteiger vernünftig Fuß zu fassen bzw. einen ordentlichen, gut bezahlten Job zu bekommen, das wird gerne verschwiegen. Das hat auch nichts mit "zu alt sein zum Lernen" zu tun, sondern mit den Rahmenbedingungen in diesem Arbeitsgebiet.
Und das Nennen dieser Dinge hat auch nichts mit Angst machen zu tun, sondern damit, dass man den Menschen reinen Wein einschenkt. Wer mit diesem Wissen dennoch eine Umschulung zum FI machen möchte (und keinen unkritischeren), der hat vermutlich wirklich die Motivation, eine solche Umschulung zu einem (sehr) guten Ende zu bringen. Zumindest kann/
darf er nach der Umschulung nicht überrascht sein, wenn er auf der Straße steht oder einen Job als Boxenschieber bekommt - für den er keine Ausbildung zum Fachinformatiker benötigt hätte.

Und dann möchte ich noch einen Punkt aufgreifen, der mich geradezu wütend macht. Das unverantwortliche Geschwätz, dass ein gerader, in großen Teilen geplanter Berufsweg heute die Ausnahme sei. Wer jungen Leuten das Gefühl gibt, sie müssten sich über ihre Zukunft keine Gedanken machen und könnten irgendeinen beliebigen Beruf ergreifen, da man so wie so noch dutzende Umschulungen in seinem Leben machen würde, der streut diesen in geradezu fahrlässiger Weise Sand in die Augen.

Jede Umschulung ist in (Um-)Bruch im Lebenslauf und bei der beruflichen Karriere, da man jedes Mal praktisch wieder bei Null anfangen muss, nicht förderlich.
Unabhängig davon, dass Arbeitgeber ungerne Mitarbeiter einstellen, die solche Selbstfindungstrips hinter sich haben.

Zumindest muss sich jeder, der das tut darüber bewusst sein, dass das so ist. Wenn er das dann (trotzdem) dann so für so entscheidet, ist es okay. Dann darf er sich hinterher aber auch nicht beklagen.

Wenn Du, iche, das für Dich akzeptiert oder vielelicht auch Glück gehabt hast, dann sei froh - aber stelle es bitte nicht als die Regel hin!!!

@Angie1968: Ich würde mir diese Dinge an Deiner Stelle ganz klar vor Augen führen und darüber nachdenken, warum ein beruflicher Neuanfang als Fachinformatiker mit 43 - in einer Branche, wo viele mit 50 bereits in den Ruhestand gehen (müssen) - für Dich besser ist/ sein soll, als Dein bisheriger Beruf. Wenn Du Dich trotzdem entscheidest, es zu tun, dann wünsche ich Dir viel Erfolg bei Deiner Ausbildung und hinterher bei der Jobsuche!

Gerhard
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Alt 31.05.2009, 16:12   #15
iche
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tschitschi, du verwechselst hier irgendwie ursache und wirkung!
kaum einer würde sich die mühe einer umschulung machen, wenn dazu nicht ein zwang bestehen würde und sei es der, die eigene existenz finanziell zu sichern.
deine theorie ist eine sackgasse! es gibt berufe, die ein gewisses risiko in sich bergen, dass man die nicht bis zur rente ausüben kann. wenn alle so planen würden, wie du es gern hättest köntest du zb deine wohnung alleine bauen. ist ja auch kein problem mit obi.
dazu kommt, dass die jungs und mädels heute nicht gerade die wahl haben, was sie für einen beruf erlernen- das richtet sich nämlich meist an danach, was überhaupt angeboten wird und erreichbar ist. Dazu kommt, dass ein 15jähriger jugendlicher es schon früher kaum anschätzen konnte, was er in 40 jahren mal machen will oder kann und einen echten einblick ins berufsleben bekommt man sowieso erst, wenn man ein paar jahre gearbeitet hat.
im osten gab es den polytechnischen unterricht mit praktischem teil in regionalen betrieben, das hatte schon was. ich wusste in der 8.klasse, dass ich niemals bei zeiss dreher oder linsenschleifer werden will. aber was wissen die 14jährigen heute übers berufsleben? nichts!!!
ausserdem ist es ja wohl eher so, dass man nicht mal 5 jahre wirtschaftliche entwicklung überschauen kann, wie soll man bei so vielen variablen eine lebenslange Karriereplanung anstellen?
es leben nun mal nicht alle im schlaraffenland. mach mal die augen auf, was ausserhalb deines sonnentempels los ist!
dazu kommt, dass viele berufe, die vor 20 jahren einträglich waren es heute nicht mehr sind und die leute noch 25 jahre vor sich haben. du kannst nicht im ernst erwarten, dass diese leute sich dann mit kistenschieben zufrieden geben, sofern man so nen job überhaupt bekommt. was sollen die leute denn sonst machen? meinst du, dass es in anderen branchen besser aussieht? das kannst du knicken. mit einer it- ausbildung kommt man immer noch am weitesten, weil selbst jede handwerkerklitsche nicht mehr ohne auskommt.
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Geändert von iche (31.05.2009 um 16:26 Uhr).
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Alt 31.05.2009, 22:29   #16
TschiTschi
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Zitat:
Zitat von iche Beitrag anzeigen
es gibt berufe, die ein gewisses risiko in sich bergen, dass man die nicht bis zur rente ausüben kann.
Dass es natürlich (gesundheitlich) schief gehen kann, ist klar. Aber auch das gehört zur Abschätzung eines Berufes dazu. Dass eine Umschulung dann aber nicht das Gelbe vom Ei ist, sollte auch jedem klar sein.

Zitat:
Zitat von iche Beitrag anzeigen
dazu kommt, dass die jungs und mädels heute nicht gerade die wahl haben, was sie für einen beruf erlernen- das richtet sich nämlich meist an danach, was überhaupt angeboten wird und erreichbar ist.
Es gibt ein Angebot, das groß genug ist. Natürlich kann es nicht immer der Traumberuf sein. Aber es kann trotzdem ein Beruf sein, der einem Spaß macht. Abgesehen davon, dass man sich in einem Beruf auch weiter entwickeln kann.[/quote]

Zitat:
Zitat von iche Beitrag anzeigen
Dazu kommt, dass ein 15jähriger jugendlicher es schon früher kaum anschätzen konnte, was er in 40 jahren mal machen will oder kann und einen echten einblick ins berufsleben bekommt man sowieso erst, wenn man ein paar jahre gearbeitet hat. im osten gab es den polytechnischen unterricht mit praktischem teil in regionalen betrieben, das hatte schon was. ich wusste in der 8.klasse, dass ich niemals bei zeiss dreher oder linsenschleifer werden will. aber was wissen die 14jährigen heute übers berufsleben? nichts!!!
Wer sich Gedanken macht und informiert, kann aber auch mit 15 Jahren bereits abschätzen, was einmal auf ihn zukommt. Dazu gibt es Arbeitsämter, Schulpraktika und das Internet. Ich glaube, dass die Chancen, sich über (s)einen zukünftigen Beruf zu informieren noch nie so gut waren wie heute. Man muss nur seinen Arsch hoch bekommen und darf sich z.B. nicht nur für Modeberufe interessieren!

Zitat:
Zitat von iche Beitrag anzeigen
ausserdem ist es ja wohl eher so, dass man nicht mal 5 jahre wirtschaftliche entwicklung überschauen kann, wie soll man bei so vielen variablen eine lebenslange Karriereplanung anstellen?
Es geht nicht um eine Karriereplanung - sonder um die Wahl eines Berufs. Und da reicht es schon, wenn man eine grobe Auswahl trifft - oder zumindest weiß, was man nicht mag/ was einem nicht liegt! Ansonsten gibt es - wie ich oben schon gesagt habe -. genügend Möglichkeiten, im Berufsleben Schwerpunkte und Richtungen zu setzen. Dazu bedarf es dann aber keiner Umschulung(en).

Zitat:
Zitat von iche Beitrag anzeigen
dazu kommt, dass viele berufe, die vor 20 jahren einträglich waren es heute nicht mehr sind und die leute noch 25 jahre vor sich haben. du kannst nicht im ernst erwarten, dass diese leute sich dann mit kistenschieben zufrieden geben, sofern man so nen job überhaupt bekommt. was sollen die leute denn sonst machen? meinst du, dass es in anderen branchen besser aussieht? das kannst du knicken. mit einer it- ausbildung kommt man immer noch am weitesten, weil selbst jede handwerkerklitsche nicht mehr ohne auskommt.
Das sehe ich anders. Ich erlebe doch, welche Chancen ein Mittvierziger der in IT einsteigt bekommt. Das sehe ich bei vielen IHK-Absolventen, aber auch bei den Umschülern, die bei reinen IT-Dienstleistern untergekommen sind, die bei uns zum Einsatz kommen. Das ist reine Ausbeute. Da frage ich mich, ob diejenigen z.B. als Kaufmann (welcher Art auch immer) nicht bessere Chancen gehabt hätten.
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Alt 01.06.2009, 13:10   #17
mücke
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Tschitschi, in welcher Traumwelt lebst Du?

Ein 15Jähriger kann nicht überschauen, auf was er sich bei der ersten Berufswahl einlässt! Früher wurde das gewählt, was die Eltern machten oder was in der Region so üblich war (Landarbeiter, Bergmann, Stahlarbeiter ... und die typischen Frauenberufe).

Heute gibt es nicht nur eine Unmenge von Ausbildungsberufen mit vielen Spezialisierungen (ob das sinnvoll ist, sei mal dahin gestellt), es wird örtliche, zeitliche, finanzielle Flexibilität von den Jugendlichen und ihren Eltern gefordert, denen viele nicht gewachsen sind und wo eben nicht vorher klar ist, dass nach 3 Jahren Ausbildungszeit auch ein fester, guter Arbeitsplatz bei raus kommt.
Sonst würden ja die, die einen Beruf erlernt haben, nicht auf die Idee kommen, was anderes zu machen!
(Von denen, die von einer Maßnahme in die andere wandern, weil sie aufgrund ihrer Bildungs- oder sozialen Defizite nichts finden, mal abgesehen - es kann heute schon Jahre dauern, bis man überhaupt "irgendwas" als Ausbildung machen kann - und da reicht es nicht, "selbst Schuld" zu sagen, auch da hat die Gesellschaft Verantwortung. )

Ich kann aus dem Stand mindestens über 20 junge Menschen zwischen 18 und 28 erzählen, die alle in ihrem kurzen beruflichen Werdegang schon Kurven oder gar Brüche gemacht haben: Wechsel des Studienfaches, Abbruch des Studiums und Beginn einer Ausbildung, umgekehrt erst Ausbildung, dann Studium, fertiges Studium und dann was völlig anderes machen, Ausbildung und als was anderes jobben ..... die Möglichkeiten sind vielfältig und sie gibt es alle! Und das sind nicht alles Spinner, Faule oder Nichtskönner. Ich sehe auch die Gründe darin, dass die Schulen eben nicht auf die Berufswelt vorbereiten, die Arbeitsämter nicht ihrem Aufrag nachkommen und Eltern oft überfordert sind, Hilfe bei der Ausbildungsplatzsuche zu leisten. Und im Internet findet man ja erst was, wenn man weiß, was man sucht.

Mir fallen im Moment nur 4 ein, die zurzeit das sind, was sie gelernt haben: 2 Wirtschaftsinformatiker und zwei Lehrerinnen (in unseren Jahrgängen haben grad Lehrer immer was anderes gemacht als unterrichten - so ändern sich die Zeiten) - aber die sind im Moment alle erst um die 25 - ob sie das bleiben, was sie sind, kann wohl niemand sagen.

Und wenn jemand Ü30 eine Umschulung macht, wird er/sie seine Gründe haben, und die liegen sicher nicht in einer falschen Berufswahl, die man mit 15 oder 18 Jahren getroffen hat. Deine Argumentation ist geradezu zynisch!

Wo ich Dir Recht gebe, ist die Tatsache, dass die von der ARGE finanzierten Umschulungen bei mehr oder weniger dubiosen Weiterbildungsträgern oft nicht gut konzeptioniert sind und/ oder schlecht durchgeführt werden. Dann sind die Aussichten hinterher nicht gut. Aber oft ist es eine Chance für viele Menschen, wieder ins Berufsleben zu starten, um unabhängig zu sein oder sich weiter zu entwickeln oder neue Wege zu gehen - aus welchen Gründen auch immer - sie sind alle berechtigt.
Nicht nur in der IT-Branche gilt die Floskel vom "lebenslangen Lernen" - auch für Creti und Pleti und Dich!
mücke ist offline  
Alt 01.06.2009, 16:20   #18
TschiTschi
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Ich bleibe dabei: Noch nie waren die Möglichkeiten, sich über einen Beruf zu informieren so gut wie heute. Und noch nie war das Ausbildungsangebot größer als heute. Und wer sie Mühe gibt, der findet auch einen Beruf, der zu ihm passt. Auf eine Spezialisierung muss er sich dabei nicht fest legen. Denn ob jemand z.B. Anwendungsentwickler oder Systemintegrator lernt, ist in 5 - 10 Jahren im Beruf eh' egal. Und wenn jemand nach einer Ausbildung ein Studium beginnt, dann sehe ich darin keinen Bruch - im Gegenteil. Auch wenn ein Abiturient nach 2 Semestern merkt, dass er nicht die intellektuellen Fähigkeiten für ein Studium hat, ist das kein Beinbruch.
Auf der anderen Seite habe ich im Jahr mit ca. 30 Schülerpraktikanten zu tun, von denen die meisten wissen, was sie nach der Schule machen wollen. Spätestens nach dem Schülerpraktikum!
Dass viele heute nicht wissen, was sie machen wollen, hängt mit mangelndem Entscheidungswillen zusammen.
Was Ü30-jährige Umschüler angeht, gibt es bestimmt mehrere Gruppen. Diejenigen, die z.B. aus gesundheitlichen Gründen den Beruf wechseln müssen. Hier gibt es vermutlich keine Alternative zur Umschulung. Ob aber z.B. für einen Maurer oder einen Bäcker die Umschulung zum Fachinformatiker die richtige ist, wage ich zu bezweifeln. Fachinformatiker ist einer der anspruchvollsten Lehrberufe - und nicht umsonst verlangen die meisten Unternehmen MR oder gar Abi dafür. Warum soll der Beruf dann für jemanden geeignet sein, der vor Jahren mit einem Hauptschulabschluss abgegangen ist ...?
Die andere Gruppe sind diejenigen, die in ihrem alten Job keine Arbeit mehr finden. Bei vielen mangelt es hier nur an Flexibilität. Hier müsste genauer hingeschaut oder mehr Initiative werden. Sollte es sich wirklich um einen aussterbenden Beruf handeln, gilt dasselbe wie für die 1. Gruppe.
Die 3. Gruppe sind diejenigen, die meinen ihr alter Beruf macht ihnen keinen Spaß mehr. Hier sehe ich die große Gefahr, dass hier ein persönliches Problem vor liegt und dass das Problem nach der Umschulung auch nicht gelöst ist bzw. bald wieder auf tritt. Vor allem, wenn man merkt, dass man in einen Beruf wechselt, in dem man mit Ü30 schon zum alten Eisen gehört!

Und noch 'mal. Ich habe prinzipiell nichts gegen Umschüler. Ich habe nur die Erfahrung gemacht, dass die meisten von Ihnen in der IT schlecht aufgehoben sind bzw. sie dort auch nicht glücklich werden (Gründe s.o.). Und ich wehre mich dagegen, 15- (oder 18-) den Eindruck zu vermitteln, als bräuchten sie keine Entscheidung bzgl. ihres zukünftigen Berufs zu treffen!

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Alt 01.06.2009, 22:57   #19
iche
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dir fehlt jeder bezug zur realen welt, lass dir das gesagt sein.
du hast keine ahnung vom anspruch an einen bäcker oder maurer, für dich sind das halt niedere berufe. das was du hier abziehst ist standesdünkel.
es will bestimmt auch nicht jeder maurer oder bäcker fi werden, aber es gibt mit sicherheit mehr leute unter denen die es drauf hätten als du dir vorstellen kannst. gerade die handwerksberufe sind die intellektuell meist unterschätzten berufe. darin liegt ja auch das problem, dass auf dem bau viel gepfuscht wird, weil dort oftmals leute arbeiten, die dem job intellektuell nicht gewachsen sind- in den letzten 2 baubetrieben, in denen ich arbeitete, bestand kaum einer der azubis die prüfungen.
nur so viel: ich kann ein haus bauen- vom einmessen der baugrube bis zum dach, von den grundleitungen bis zur feininstallation- und ich kann das auch entsprechend fachgerecht planen und zeichnen- das lernt man als maurer in der ausbildung, die sachen der anderen gewerke im laufe des berufslebens. andere gute maurer oder klempner, zimmerleute oder elektriker können das auch. wer das kann und das nötige interesse mitbringt, kann auch locker informatiker werden. mein dozent für datenbanksysteme war gelernter melker... stefan raab war metzger...

du kannst natürlich, wie jeder andere auch, denken was du willst- aber einbildung ist KEINE bildung!
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Alt 01.06.2009, 23:31   #20
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Als Maurer und Bäcker benötig man andere Qualitäten, denn als FI.
Und ich weiß von dem Unternehmen, in dem ich arbeite, dass die (schulischen) Anforderungen für die FI-Berufe höher sind, als für alle anderen Lehrberufe. Einmal abgesehen davon, dass es ja sogar Unternehmen gibt, die für einen FI das Abitur voraussetzen.
Es mag auch unter den Bäckern und Maurern (intellektuelle) Ausnahmen geben - aber das ist nicht die Regel. Und diejenigen, die die intellektuellen Fähigkeiten haben, müssen aufgrund eines Ledenwirbelvorfalls oder einer Stauballergie auch nicht zum FI umgeschult werden, da sie in ihrem angestammten Beruf Büro-/ Planungs-/ Projektarbeit machen können.

Übrigens: Dass ich aus Standesdünkel den FI für etwas Besseres halte kann man mir schon alleine deswegen nicht vorwerfen, da ich diesen Beruf nicht gelernt habe.
Man darf jedoch auch nicht den Fehler machen, davon auszugehen, dass alle Menschen dieselben intellektuellen Fähigkeiten haben. Das ist genau so falsch, wie es die Annahme wäre, dass jeder dieselben körperlichen Fähigkeiten hätte!

Es kann nicht nur Häuptlinge geben - man braucht auch Indianer!
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