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#1 |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 27.05.2009
Beiträge: 4
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Hallo zusammen,
ich bin am Ende des ersten Jahres in der Ausbildung zum FIAE und stehe derzeit im Betrieb ohne Ausbilder da. Daß man mich nicht ständig an die Hand nehmen könnte, war schon im Vorstellungsgespräch zur Sprache gekommen und die Wahl fiel wohl auch deswegen auf mich, weil ich einige Vorkenntnisse hatte und man mir nicht alles würde beibringen müssen. Okay, fand ich gut. Dann war mein Ausbilder meist sehr im Projektmanagement beschäftigt. Nach etwa 6 Wochen habe ich ihn vorsichtig darauf angesprochen, wann denn die Ausbildung losgeht... er war etwas überrascht, hat mein Problem aber verstanden und "wollte sich etwas überlegen". Anfang Januar bekam er dann ein Angebot, das er nicht ablehnen konnte und hat die Firma gewechselt. Im kurz darauf stattfindenden Mitarbeitergespräch habe ich unseren Chef gefragt, wie es denn in Sachen Ausbildung weitergehen wird... ich solle ihn doch in drei Wochen noch mal ansprechen. Die nächste Zeit lief etwas chaotisch, also habe ich erst einmal den Mund gehalten... und nach 2,5 Monaten wieder ein Gespräch gesucht. Es gäbe jemanden mit hervorragenden Qualifikationen, optimal geeignet für die Stelle, wenn alles gut gehe, solle die kommende Woche der Vertrag unterschrieben werden. Der Konjunktiv läßt es ahnen: Nichts. Kein neuer Abteilungsleiter, dafür Einstellungsstop. In der Abteilung ist noch ein anderer Azubi FIAE, der aber mit der Situation kein Problem hat, zwei Informatiker, einer davon nicht so kommunikativ, daß er aktiv ausbilden könnte, der andere derzeit Abteilungsleiter, aber eben kein Ausbilder und ohnehin mit recht viel Arbeit bedacht. Er kennt mein Problem, weiß aber anscheinend auch nicht so recht, was er damit anfangen soll. Ich bin seit neun Monaten im Betrieb, ich habe nichts dazu gelernt, was ich nicht ohnehin wenig später aus Neugier bei eigenen Programmierprojekten bei Google erfahren hätte. Daß ich keine Berichtshefte führe, ist in 9 Monaten keinem aufgefallen, weil es keinen interessiert (Ich kann ziemlich genau rekonstruieren, wann ich wann gemacht habe. Wenn es soweit ist, werde ich welche haben. Derzeit interessiert mich aber, wann mall jemand soviel Interesse für meine Ausbildung aufbringt, daß es auffällt). Andererseits könnte ich zwar Tätigkeiten dort eintragen, aber keine vermittelten Themen, weil in neun Monaten eben nie jemand einen Anlaß sah, etwas zu vermitteln oder auszubilden. Wenn ich mir den Stoff zum bestehen der Abschlußprüfung irgendwie selbst beibringe, werde ich mich niemals irgendwo anders bewerben können, weil ich halt nichts gelernt habe, von dem, was ich im Betrieb lernen sollte. Bisher bin ich davon ausgegangen, daß "Auszubildender" heißt, daß es auch jemanden gibt, der ausbildet. Meine Frage an die Alten Hasen: Was ratet Ihr mir? |
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#2 |
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Erfahrener Benutzer
Moderator
Registriert seit: 11.11.2003
Ort: Hannover
Beiträge: 4.956
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Hi!
Erstmal: Du scheinst die Situation aus meiner Sicht sehr gut zu bewerten und einzuordnen - das ist auf jeden Fall schon einmal eine gute Sache. Ein Rat ist leider für mich aus der Ferne sehr schwer zu geben. Du hast das Gespräch ja mehrfach gesucht, doch so wie es für mich aussieht ist es wohl für Deinen Betrieb schwer, jemanden einzustellen, der Ausbilder werden kann. Eventuell kannst Du Dich an einen älteren Mitarbeiter wenden? Vielleicht kann dieser einen Ausbildungsplan erstellen mit dem Du Deine Ausbildung ordentlich machen kannst? Ich weiß, keine ideale Lösung. Vielleicht haben die Anderen ja noch eine gute Idee?
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Thomas Esders Die Seite für Fachinformatiker-Ausbilder: http://www.fi-ausbilden.de Ich: http://www.fi-ausbilden.de/forum/sho...73&postcount=2 |
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#3 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 29.01.2004
Ort: Mannheim
Beiträge: 451
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Und Du kannst die IHK ansprechen.
Denn einen Ausbilder muss es für Dich geben! Und nicht ewig warten - damit Du zur Not noch den Betrieb wechseln kannst! GG
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Meine HPs: http://www.tcp-ip-info.de und http://www.fachinformatiker-systemintegration.info Meine Musik: http://www.lastfm.de/user/TschiTschi126/ >>> Sei nett zu Deinem Azubi, er könnte später 'mal Dein Chef werden! <<< |
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#4 |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 27.05.2009
Beiträge: 4
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Hallo,
hmm, ja... weiß nicht. Software-Entwickler gibt es sonst keine außerhalb unserer Abteilung. Wir haben einen FISI, der aber noch keinen Ausbilderschein hat und sich ein wenig koordinierend um die Ausbildung kümmern wollte, zumal er an derselben Berufsschule war. Er wurde allerdings zurückgepfiffen, weil er eben SI und nicht AE ist. Die Sache mit der IHK sehe ich etwas problematisch. Wenn ich zur IHK gehe, trage ich das Problem nach außen und mache es nicht mehr ignorierbar. Ich gehe petzen und leite damit den offenen Krieg ein. Eigentlich mag ich meinen Betrieb und meine Kollegen. Zudem sehe ich in meinem Fall eine erneute Bewerbung als nicht ganz unproblematisch. Was würde ich also erreichen? Anderen potentiellen Azubis vielleicht ersparen, in dieselbe Falle zu tappen aber dafür meine Zukunft im Betrieb begraben bei einer sehr ungewissen Lage, was eine Ausbildungsstelle in einem anderen Betrieb betrifft, was durch die aktuelle Wirtschaftslage vermutlich nicht gerade besser wird. Die Situation ist auch unter den Kollegen bekannt und einige würden mir auch helfen, den Stoff für die Prüfung vermitteln, jeder halt so gut, wie es sein Fachbereich ermöglicht. Nur kann das ja nun auch nicht der Sinn der Übung sein. Alles Mist. |
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#5 |
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Erfahrener Benutzer
Registriert seit: 29.01.2004
Ort: Mannheim
Beiträge: 451
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Die IHK ist natürlich der letzte Weg.
Aber wenn Du ihn nicht in Erwägung ziehst, kann man Dir nicht helfen. Dann wirst Du vermutlich zu denjenigen gehören, die ihre Prüfung 2 oder 3 Mal machen - oder vielleicht auch nie FISY werden. Wie willst Du denn ein vernünftiges Projekt aufziehen, wenn Du schon keine Unterstützung bei der fachlichen Ausbildung bekommst. Wer soll/ wird Dich dann in Deinem Betrieb unterstützen. Wenn Du erst in einem Jahr auf den Trichter kommst, wird Dir niemand mehr helfen können! GG
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#6 |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 27.05.2009
Beiträge: 4
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Ich sehe kein Problem, den Pflicht-Teil der Ausbildung über die Bühne zu bringen. Allerdings hatte ich mir eben mehr erhofft, als "irgendwie", sondern ich wollte ein wenig mehr davon mitnehmen und lernen als eben nur den erwähnten Pflichtteil. Und ich lege Wert auf ein halbwegs harmonisches Verhältnis an meinem Arbeitsplatz, da ich mit diesen Menschen pro Tag mehr Zeit verbringe als einem Lebensabschnittsgefährten. Das letzte, was ich da gebrauchen kann, ist jeden Tag aufs neue psychologische Kriegsführung, weil ich irgendwem ans Bein gepinkelt^W^W^Wdie IHK auf den Hals gejagt habe.
Wenn ich eine Unterschrift für einen anderen Ausbildungsplatz habe, würde ich diesen Schritt in Erwägung ziehen, denn einen Abteilungsleiter mit den passenden fachlichen und social Skills wird auch die IHK nicht nach Augen- und Haarfarbe sortiert aus dem Ärmel ziehen können. De facto bestünde also dieselbe Situation: kein Ausbilder, weil gerade keiner aufzutreiben ist aber dafür dicke Luft. Die nächsthöhere Eskalationsstufe ist immer eine tolle Sache... wenn sie denn einen effektiven Nutzen hat. |
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#7 |
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Erfahrener Benutzer
Moderator
Registriert seit: 04.12.2003
Ort: Regensburg
Beiträge: 2.943
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Du steckst in einer wirklich schwierigen Situation.
Fakt ist, dass für Dich ein verantwortlicher Ausbilder benannt sein muss. Verlässt dieser den Betrieb, ist das ausbildende Unternehmen verpflichtet, Ersatz zu benennen. Das wäre dann allerdings wieder Thema für Deine zuständige IHK. Ich kann verstehen, dass Du den offiziellen Beschwerdeweg nicht gehen willst. Bringt zunächst mal böses Blut ins Unternehmen. Und wie Du zu Recht anmerkst, andere Firmen haben zwar benannte Ausbilder, aber die Azubis lernen trotzdem nix, weil sich keiner kümmert. Papier ist bekanntlich geduldig, benennen kann ich zur Not auch den Hausmeister, da ein Ausbilder i.d.R. nicht von der IHK überprüft wird, so lange er auf dem Papier die entsprechenden Fähigkeiten und Kenntnisse hat. Fakt ist aber auch, dass es höchste Zeit wird für Dich, etwas zu tun (hast Du ja auch selbst erkannt). Die Frage ist nur, was. Wenn Du den offiziellen Beschwerdeweg nicht gehen willst, hilft leider nur Eigeninitiative. D.h., versuche, Dir die Kenntnisse, die ein FIAE haben sollte, selbst anzueignen. Insbesondere Softwareentwicklung und Datenbanken sind hier zu nennen. Beides lässt sich (zumal wenn Du bereits gewisse Vorkenntnisse hast) gut über entsprechende Tutorials und Bücher erlernen. Bei Fragen, Problemen etc. findet sich im Internet in den einschlägigen Foren meist jemand, der Dir mit Rat und Tat zur Seite steht. Trotzdem solltest Du auch weiterhin die Leute in Deiner Firma kräftig nerven, dass Du einen kompetenten Ausbilder benötigst. Nicht, dass sie das irgendwann vergessen.... ![]() Ich drück Dir auf jeden Fall die Daumen, dass sich Deine Situation bessert!
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Ich: http://www.fi-ausbilden.de/forum/sho...74&postcount=3 |
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#8 | ||
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Benutzer
Registriert seit: 12.09.2008
Ort: NRW
Beiträge: 51
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Zitat:
![]() Ich würde dir als erstes mal vorschlagen in der Berufsschule mit deinem Klassenlehrer zu sprechen (unserer ist zufälligerweise im Prüfungsausschuß, weiß net wie des bei euch is). Wenn das nichts bringt, geh auf jeden Fall zur IHK. Die werden sich dann sicherlich mit der Geschäftsleitung in Verbindung setzten und dort eine Lösung finden. Ich glaube nicht das es da böses Blut gibt, deine Firma hat sich bei deiner Einstellung verpflichtet dir eine fachgerechte Ausbildung zukommen zu lassen und wie sich das so anhört spart sich deine Firma diesen Schritt und nutzt dein Vorwissen für eine billige Arbeitskraft. Zitat:
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Die Seite für Fachinformatiker-Ausbilder: http://www.fi-ausbilden.de Ich: http://www.fi-ausbilden.de/forum/sho...&postcount=211 Support our troops! |
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#9 |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 27.05.2009
Beiträge: 4
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Ich habe die Tage mit einigen Leuten geredet... meine Klassenlehrerin fällt da ein wenig raus, weil ich bei der guten kein einziges Unterrichtsfach habe. Ein anderer angesprochener Lehrer wußte spontan auch keinen Rat, will aber mal im Kollegium rumfragen.
Im Betrieb kam ein Vorschlag, der auf den Tipp von Angela hinausläuft: Von anderen FIAE-Azubis deren betrieblichen Ausbildungsplan anschauen, gucken, wie weit der auf den eigenen Betrieb übertragbar ist, anpassen, und das ganze selbst in die Hand nehmen (höhö... mal schauen, welche Abteilung ich beim Rotationsplan auslasse...) Spaß beiseite. Das, worum ich mich nicht selbst kümmere, wird auch in den nächsten zwei Jahren nicht passieren. Und mehr als ein "Du böser Bursche" sagen, kann die IHK letztendlich auch nicht. Sie kann mir weder einen Ausbilder auf dem Tablett servieren, den die GL dann einzustellen hat, noch kann sie mir einen anderen Betrieb präsentieren, der mich a) 100%ig nehmen und b) die Sache besser machen wird. Wenn ich das ganze also in Eigenregie durchziehe und bestehe, habe ich dann eigentlich auch einen Ausbilderschein? :-o |
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#10 |
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Neuer Benutzer
Registriert seit: 17.03.2009
Ort: HH
Beiträge: 5
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hi,
Ich denke der Weg zur IHK bringt nix, wie du selbst festgestellt hast können die nur wenig machen. Wenn der Betrieb keinen Ausbilder hat, dann hat er keinen und im schlimmsten fall wirst du den Betrieb verlassen müssen. Habt ihr eine Personalabteilung ? Bzw. wer ist dafür verantwortlich ? Du könntest eine Art Ausbildungskonzept für dich aufstellen und dieses dann von der Person absegnen lassen, natürlich nur unter der vorraussetzung das du im Betrieb einige Kollegen hast die dir auch wirklich Wissen vermitteln können (wird halt ein bischen wie Puzzeln...). Falls du sonst noch fragen hast bzw. welche aufkommen könnte man ja versuchen dir hier zu helfen. Das, dass nicht der offiziele Weg ist, ist klar aber die realität sieht halt anders aus als die theorie und so wie sich das ganze anhört, kannst du deinem Betrieb durch die IHK ans bein pinkeln aber letzten endes bleibst du der Verlierer .... Mit den besten Grüßen aus H H.
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Die Optimisten glauben, daß wir in der besten aller möglichen Welten leben-
und die Pessimisten befürchten, daß das stimmt. |
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