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Alt 03.12.2005, 18:22   #21
mücke
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Beiträge: 1.806
mücke befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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Zitat:
bemutteln
Ha, das ist jetzt aber richitg sächsisch? Überall woanders würde es "bemuttern" heißen! Meine "Leipzscher Oma" wurde nur Muttel genannt,auch von uns Enkeln - hab ich lange nicht mehr gehört, süß.....
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Alt 03.12.2005, 18:30   #22
iche
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iche befindet sich auf einem aufstrebenden Ast
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@mücke:ist im thüringischen auch beheimatet...
Zitat:
Zitat von TschiTschi
Zitat:
Zitat von iche
genau das ist ja der punkt den ich meine, die kinder sind heute zu spät
aus den müttern,durchschnitt über 30
aus den windeln, durchschnitt über 2
in arbeit, durchschnitt ende 20
in eigener familie???bald mitte 40?
Ich weiß nicht, ob das wirklich schlimm ist! Im Gegenteil: Was ist gegen eine ordentliche Lebensplanung zu sagen?

Zitat:
Zitat von iche
ein teufelskreis...heut muss man überlegen, ob ein 20 jähriger mensch in der lage ist, sein eigenes leben zu leben, früher musste er es...
Das sagt aber nicht darüber aus, ob er sein Leben aber (besser) gemeistert hat!

Zitat:
Zitat von iche
wenn man die leute nicht fordert, werden sie es nie lernen, ob mit 18 oder mit 40, denn reife ist nicht nur hormoneller sondern auch lernprozess.
Das ist richtig - allerdings nur bedingt!
Und wie gesagt: Fordern liegt auch ganz nahe bei "überfordern". Die Tatsache, dass es früher gehen MUSSTE heißt aber noch lange nicht, dass es gut war!

Zitat:
Zitat von iche
nix gegen fürsorge, aber die selbsständigkeit fängt im kopf an und sollte bestandteil der erziehung sein,
Einverstanden. Aber das sagt nichts über die zeitlichen Abläufe ab - und auch nichts über eine vernünftige Lebensplanung!

Zitat:
Zitat von iche
und erzähle mir keiner, wir hatten es leichter,oder unsere eltern...meine eltern sind auch beide friedensware...vor 1939- eure sind wie ihr selbst sagt auch nicht jünger-die hatten mehr auszustehen als wir...
Naja - ich würde sagen: die hatten anderes auszustehen!
Ich weiß nicht, ob ich heute nochmals Berufsanfänger sein möchte. Wie ich fertig war kamen auf einen fertigen Ingenieur 10 freie Arbeitsplätze - heute ist es (bestenfalls) umgekehrt!
Die "früher war alles besser, wir mussten mehr leisten"-Einstellung ist so alt wie die Menschheit - und schon das zeigt, dass sie falsch ist!

GG
lese ich da sowas wie ausreden zwischen den zeilen? :lol:
was hat eine erstelternschaft mit ü 40 mit vernünftiger familienplanung zutun?
ich gehöre zu den unvernünftigen, die mit 21 heirateten und kinder bekamen.
wenn ich zurückblicke, ich würde nix anders machen. wie definiert man besser gemeistert? oder meinst du reicher? den anspruch hab ich nicht, uns gehts gut, alle sind gesund, was will man mehr?
wenn man im leben alles erst gegen etwaige nachteile abwägen will, sollte man bis ans lebensende im zöllibat leben. der begriff lebensplanung an sich ist hohn dem leben gegenüber! was will man da planen? mit 18 uni, mit 25 fertig, mit 30 leitender ingeneuer, mit 34 heiraten, mit 40 ein kind...käse!
was ist, wenns dann nicht klappt? das studium bis 30 ziehen, alles andere rückt nach hinten oder fällt dem nationalen sparzwang zum opfer?
was ich mit dem exkurs in die geschichte ausdrücken wollte: irgendwie gehts immer weiter, weder wir noch unsere eltern großeltern haben es immer leicht gehabt, den kindern und enkeln wird es da nicht anders gehen, nur das die probleme sich der zeit anpassen.
die meisten leute von heute hängen nur viel zu sehr am eigenen materiellen wohlstand, der in den letzten zeit gewaltig in richtung dekadenz aus den fugen geraten ist.
es ist eine ausrede, das argument, erst die finanzielle absicherung zu erarbeiten. eher trifft zu, dass die leute auf nix verzichten möchten, was der westliche wohlstand so zu bieten hat.
aber auch von der vernunft her: ich möchte nicht in rente gehen, wenn meine kinder noch nicht mal die ausbildung beendet haben. wer mit 20 heiratet braucht in der regel mit 40 keinen kinderwagen mehr zu schieben und kann das mit der weile ja schon kritisch hohe alter ohne das einstellungshemmnis kind erleben.
ps:ich glaube du hast da einen tag nicht geschlossen...
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Alt 03.12.2005, 22:28   #23
TschiTschi
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Danke für den Hinweis mit dem Tag - ist erledigt!

Vernünftige Lebensplanung heißt ja nicht unbedingt mit 40 Vater werden! Aber 20 halte ich - zumal als Mann - schon für sehr früh. Und was ist schlecht daran, wenn man sich, seine Familie und seine Kids finanziell absichert?
Andererseits sollten die Kinder schon weitestgehend aus dem Hause sein, wenn man in Rente geht!
Aber wie gesagt - jedem seine Lebensplanung!

GG
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Alt 05.12.2005, 05:33   #24
Hodata
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Es ist herrlich, mit 46 Jahren Großvater von zwei Enkeln zu sein. :wink:
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Alt 05.12.2005, 09:03   #25
iche
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recht hatter!!!
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Alt 05.12.2005, 15:18   #26
mücke
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Zitat:
...mit 40 Vater werden! Aber 20 halte ich - zumal als Mann ....
als was willst du denn Vater werden, wenn nicht als Mann? :wink:
So, ihr beiden Frühreifen: Die Idee ist ja nicht schlecht:
Selbstständigkeit = Verantowrtung für sich und evtl. auch andere zu übernehmen = eigenen Familie und nicht bei Mami bleiben bis 25

Aber: Bei den Jugendlichen, die da so reingeschubst wurden (oder sich selbst geschubst haben) ist es oft recht tragisch, was mit den Kindern passiert - man wächst eben nicht immer mit seinen Aufgaben und viele sehr junge Eltern (und ich würde davon auch bis 23 Jahre rechnen) sind hoffnungslos überfordert, was allzu oft beim Jugendamt/Sozialer Dienst/ oder den Großeltern endet.
Ich kenne natürlich auch andere - meine Schwägerin ist so alt wie ich und hat erwachsene Kinder - ich würde auch mal wieder gerne außerhalb der Schuferien Urlaub machen. :wink:
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Alt 05.12.2005, 20:08   #27
iche
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zugegebener maßen leben wir in einer gesellschaft, die alles andere als kinderfreundlich ist. glaube aber auch dass sich das relativieren würde, wenn sich mehr leute für kinder entscheiden würden, weil dann die lobby und zielguppe breiter wird-im moment ist ja genau das gegenteil der fall.
aber zum kapitel frühreif:
bei uns wurde man ab der lehre richtig in die pflicht genommen, mit allen konsequenzen. heute ist man mit 18 jungerwachsen...lt gesetzt wird man bald erst ab 25 anspruch auf eiene wohnung haben...
im übrigen ist die landläufige meinung, dass wir in der ddr sozial vollkommen umsorgt waren nicht ganz richtig.
im gegenteil, wer nicht ständig auf achse war und sich drehte ging leer aus.
gerade bei wohnungen und deren bewohnbarhaltung, baustoffen und waschmaschinen um nur die wesentlichen sachen zu nennen.
materiell bzw finanziell ist ein kind heut sogar lukrativer...
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Alt 06.12.2005, 07:22   #28
mücke
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Ja, da hast du wohl recht. Woher hast du denn das mit der Wohnung erst ab 25? Geht wahrscheinlich um Wohngeld und AlgII? Das wäre ja wirklich ein Schuss nach hinten in puncto Selbstständigkeit und , um zum Ausgang des threads zu kommen, dann brauchen sich die Azubis ja wirklich nicht mehr so reinhängen, wenn sie doch bei den Eltern wohnenbleiben und mitfinanziert werden müssen - irgendwer, nur nicht sie, wirds schon regeln.
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Alt 06.12.2005, 08:14   #29
Hodata
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Ich denke mal, die Jugend ist so labil, weil wir Eltern versagen.

Unsere Große hat meine Frau mit 17 zur Welt gebracht. Ihre Lehre hat sie trotzdem abgeschlossen. Mit 19 hat sie eine eigene Bude (Mistbude unterm Dach) bekommen. Das es ein Sozialamt gibt, haben wir garnicht gewußt. Es ging und es war eine herrliche Zeit.

Meine 2 Mädels sind auch zeitig aus dem Haus. Die Große mit 17, die kleine mit 16. Beide führen ihren Haushalt seit Jahren 1a. Allerdings haben sie sich auch Männer gesucht, welche nicht nur vorm Fernseher hocken, sondern auch mitziehen und Aufgaben übernehmen.

Beide Mädels haben nur ihr Kindergeld bekommen, sie haben nie nach Unterhalt gefragt. Wenn wir was bezahlt haben, dann war es unsere Entscheidung. (Kleidung, Geschirr usw.)

... und das schönste ist, sie lieben uns Eltern dafür.
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